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Erholungsgebiet Heiligenberg

"In der mittelalterlichen Geschichte unserer engeren Heimat begegnet man zwei Orten von besonderer Bedeutung: "Heiligenberg im kirchlich-geistigen" und "Bruchhausen im staatlich-politischen" Bereich“ - so beginnt der Beitrag von Karl Ehrhardt, Rektor i.R. in einer Broschüre, die vom Heiligenberg handelt und vor fünfzig Jahren vom Verkehrs- und Kneippverein neu aufgelegt wurde.

Inzwischen ist viel geschehen und der Heiligenberg mit seinen Wäldern und Schluchten, den Quellgebieten der Eyter und Dille, der Wassermühle und dem Forsthaus Heiligenberg hat ebenso wie die politisch-kirchlichen Bereiche so manche Veränderung erfahren. Aus dem einst lichten Laubwald ist inzwischen ein dichter Wald geworden und dem Charme der Gebäude der Klostermühle und des Forsthauses haben die Aus-, Neu- und Umbauten in Restaurants und Übernachtungsbetrieben nicht geschadet, sondern zusätzliche Akzente gesetzt.

Die Planungen für ein neues Übernachtungshaus beim Forsthaus waren es auch, die den Denkmalschutz und die Archäologie auf den Plan riefen, stand doch einst inmitten der historischen Ringwallanlage ein Prämonstratenser Kloster, von dem nur noch ein Brunnen und Stein mit betenden Mönchen beim Forsthaus übrig ist. Leider waren im Landesarchiv zu diesem archäologisch interessanten Gebiet mit Ringwallanlage, Vorwällen und vielen Hügelgräbern keinerlei Unterlagen zu finden. Umso größer war die Überraschung, als bei Grabungen auf dem Gelände, wo das neue Übernachtungshaus heute steht, festgestellt wurde, dass sich dort ehemals eine Burg befunden hat.

Dieser Fund führte zu weiteren Forschungen, die in noch durchzuführende Grabungen gipfeln, so dass mit weiteren spannenden Erkenntnissen gerechnet werden kann.

Der Heiligenberg ist ein beliebtes Ausflugsziel mit besonderem Charme und wer möchte, kann bei einem Spaziergang mit Führung mehr über die Geschichte des Ortes erfahren.

Kloster Heiligenberg und Ringwallanlage

  • Im Jahr 1218 Gründung einer Prämonstratenserabtei innerhalb des Ringwalls. Die Stiftung des Grafen Conrad von Wernigerode umfasste auch 171 ha Wald, Wiesen- und Ackerland. Die heutige Klostermühle und die Wassermühle Bruchmühlen wie auch zahlreiche Höfe in der weiteren Umgebung gehörten zu diesem Chorherrenstift.
  • 1535 Reformation
  • 1543 Aufhebung des Klosters durch die Grafen von Hoya
  • 1563 bis 1620 Die Wirtschaftsgebäude und der Landsitz gehören als Vorwerk (landwirtschaftlicher Betrieb) zum Bruchhauser Witwensitz der letzten Gräfin von Hoya
  • 2. Hälfte d.17. Jh. Die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg zu Celle benutzen das Bruchhauser Schloss als Sommerresidenz und gehen von dort aus zur Reiherjagd auf den Heiligenberg
  • 1794 Umbau des Vorwerkgebäudes zur Dienstwohnung des reitenden Försters. Erteilung einer Schankerlaubnis für das Forsthaus
  • 1962 Das Forstamt Syke verkauft das Forsthaus
  • 1966 Eröffnung des Restaurants Forsthaus Heiligenberg
  • 2001 Erweiterung zum Hotel und Tagungshaus, Gestaltung eines Rosen- und Kräutergartens

In diesem Jahr findet vom 06. bis 08.07.2018 (Festwochenende) das Jubiläum 800 Jahre Kloster Heiligenberg statt.
Das ganze Jahr 2018 steht unter dem Motto 800 Jahre Kloster Heiligenberg.

Hier finden Sie weitere Informationen zur 800 Jahr Feier Kloster Heiligenberg und weiteren Veranstaltungen.


Ringwall

Die Ringwallanlage stammt vermutlich aus vorgeschichtlicher Zeit. Bei ihrer Errichtung nutzte man die natürliche Steilhanglage am Zusammenfluss zweier Bäche. Nur das letzte Drittel der Befestigungsanlage wurde durch einen bis zu 8,40 m hohen Wall und einen niedrigen Vorwall geschützt.

Die Länge des Ringwalls betrug 465 m und der größte Durchmesser 240 m. Der Ringwall diente wahrscheinlich bis ins Mittelalter dem Schutz der Bevölkerung.

Heute erinnern nur noch der alte Ziehbrunnen neben dem Forsthaus und das Bruchstück eines Grabsteins, auf dem kniende Personen zu erkennen sind, an das ehemalige Kloster.

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