Hinweise zur richtigen Pflege von Randstreifen und Grünflächen

Bald summt und brummt es wieder. Für die Insekten bieten die bunten Randstreifen, Hecken, Büsche und Wiesen einen wichtigen Lebensraum. Auch Vögel und kleine Säugetiere finden hier Nahrung und Schutz für ihren Nachwuchs. Umso wichtiger ist es, einen wesentlichen Beitrag für das Landschaftsbild und zum Erhalt der Biodiversität zu leisten.

Mit den nachfolgenden Hinweisen seitens der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und des Landvolks Mittelweser tragen Sie dazu bei, den Lebensraum für viele Pflanzen- und Tierarten zu schützen und zu erhalten.

Das Bundesnaturschutzgesetz
Gemäß § 2 Absatz 1 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) soll jeder nach seinen Möglichkeiten zur Verwirklichung der Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege beitragen und sich so verhalten, dass Natur und Landschaft nicht mehr als nach den Umständen unvermeidbar beeinträchtigt werden.

Gemäß § 44 Absatz 1 Satz 1 Nummern 1 bis 4 ist es verboten, wild lebenden Tieren der besonders geschützten Tierarten und europäischen Vogelarten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören. Die Tiere dürfen während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterung und Wanderzeiten nicht erheblich gestört werden. Die Fortpflanzungs- oder Ruhestätten dieser Tiere dürfen nicht aus der Natur entnommen, beschädigt oder zerstört werden.

Verbotszeiträume des BNatSchG beachten
Gemäß § 39 Absatz 5 Nummern 2 und 3 BNatSchG ist es verboten Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf Stock zu setzen. Zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen. Röhrichte dürfen außerhalb des oben genannten Zeitraumes nur in Abschnitten zurückgeschnitten werden.

Randstreifen nicht abbrennen
Das Abbrennen der Bodendecke auf Wiesen, Feldrainen, Hochrainen und ungenutzten Grünflächen sowie an Hecken und Hängen ist gemäß § 39 Absatz 5 Nummer 1 BNatSchG verboten. Weiterhin ist es verboten, nicht land-, forst- oder fischereiwirtschaftliche Fläche so zu behandeln, dass die Tier- und Pflanzenwelt erheblich beeinträchtigt wird.

Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit
Außerdem wird darauf hingewiesen, dass das Niedersächsische Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung (NWaldLG) die Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit für den Zeitraum vom 1. April bis zum 15. Juli eines jeden Jahres festlegt.