Dorfregion Hoyerhagen/Bruchhausen-Vilsen/Bücken geht den nächsten Schritt

Am Montag, den 08.11.2021 fand im Forum des Schulzentrums in Bruchhausen-Vilsen die Auftaktveranstaltung zur Erstellung des Dorfentwicklungsplanes in der Dorfregion Hoyerhagen/Bruchhausen-Vilsen/Bücken statt. Neben dem Planungsbüro NLG aus Oldenburg, der Verwaltung, einer Vertreterin des Amtes für regionale Landesentwicklung Sulingen (ArL) und den sechs Dorfmoderatoren, haben rd. 30 Bürger*innen aus der Dorfregion die Gunst der Stunde genutzt, sich über den weiteren Prozessablauf und die Möglichkeiten zur Mitarbeit am Dorfentwicklungsplan zu informieren.

Nach einer Begrüßung durch Bruchhausen-Vilsens Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann, folgte eine Vorstellung der Dorfmoderatoren, die in diesem Zuge auch gleich einige Kernthemen genannt haben, die ihrer Meinung nach im Rahmen der Dorfentwicklung bearbeitet werden sollten. Neben Verkehrssicherheitsmaßnahmen, alternativen Wohnformen, bauliche Aufwertung von Ortskernen, Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden, Leerstandsbeseitigung, Mobilität u.v.m., soll auch die Digitalisierung ein zentrales Thema in der Dorfregion werden. Den ersten Schritt in diese Richtung wurde mit der Veranstaltung bereits gegangen, denn diese konnte auch online per Live-Stream von zu Hause aus verfolgt werden.

Pascal Heidhoff vom Planungsbüro NLG aus Oldenburg führte weiter durch den Abend und erläuterte die nächsten Schritte und das Konstrukt des sog. Dorfentwicklungsplanes. Dieser bildet die Grundlage für die spätere Förderung über das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen für öffentliche und private Projekte. Bei der Erstellung des Plans sind die Gemeinden auf die Mitarbeit der in der Dorfregion lebenden Bürger*innen angewiesen, die gemeinsam Ziele für die Dorfregion entwickeln und mögliche öffentliche Projekte erarbeiten sollen.

Hierfür soll ein fester Arbeitskreis aus maximal 20 Personen gebildet werden, der sich im Laufe des kommenden Jahres mehrmals trifft und gemeinsam mit der NLG und der Verwaltung den Dorfentwicklungsplan erarbeitet. Wer nicht regelmäßig am Arbeitskreis teilnehmen möchte oder kann, hat auch die Möglichkeit, sich in themen- oder projektbezogenen Unterarbeitsgruppen zu beteiligen. Die Ergebnisse aus diesen Unterarbeitsgruppen werden dann in den Arbeitskreis getragen. Für Jugendliche steht aber auch der Arbeitskreis jederzeit offen.

Welche Unterarbeitsgruppen es geben wird, wird sich erst noch zeigen. Fest steht aber, dass jedem zu jederzeit die Möglichkeit gegeben werden soll, an einem bestimmten Thema oder Projekt mitzuarbeiten bzw. seine Ideen und sein Know-how in den weiteren Prozess mit einfließen zu lassen.

Der Dorfentwicklungsplan soll bis Ende 2022 fertiggestellt sein. Nach Anerkennung durch das ArL dient dieser dann als Fördergrundlage für öffentliche als auch private Projekte. Das heißt, dass innerhalb eines Zeitraumes von voraussichtlich sieben Jahren, jedes Jahr aufs Neue zum 15.09. des Jahres Förderanträge beim ArL gestellt werden können. Mit den Maßnahmen darf erst nach Vorlage eines Bewilligungsbescheides begonnen werden, mit dem ca. sechs Monate nach Antragstellung zu rechnen ist. Um keine Zeit zu verlieren, soll der Dorfentwicklungsplan deshalb bis September 2022 soweit fertiggestellt sein, dass bereits erste Förderanträge zu diesem Stichtag eingereicht werden können.

Welche Maßnahmen dann konkret förderfähig sind und mit welcher Förderquote Antragsteller rechnen können, ist allerdings noch offen. Denn mit der neuen Förderperiode 2023-2027 wird auch die sog. ZILE-Richtlinie, die Grundlage für die Dorfentwicklungsförderung ist und einen Katalog an förderfähigen Maßnahmen enthält, erneuert.

Frau König vom ArL Sulingen ist aber zuversichtlich: „Bisher standen für die Förderprogramme nach ZILE-Richtlinie immer ausreichend Fördermittel zur Verfügung. Es ist davon auszugehen, dass es auch in der neuen Förderperiode so bleiben wird und die Dorfregion im Rahmen der Sozialen Dorfentwicklung in den nächsten Jahren durch viele tolle geförderte Projekte eine Bereicherung erfährt.“

Zum Ende der Veranstaltung konnten einige Interessierte für die Mitarbeit am Arbeitskreis und den Unterarbeitsgruppen gefunden werden, sodass dem Start der Arbeitsphase für den Dorfentwicklungsplan nun nichts mehr im Wege steht.

Wer am Montag nicht dabei war, aber trotzdem mitarbeiten möchte, wird gebeten, sich bei der Verwaltung in Bruchhausen-Vilsen oder Hoya zu melden.

Per Umfrage soll nun parallel ein Stimmungsbild von den Bürger*innen in der Dorfregion zur allgemeinen Lage, Änderungswünschen, Projektideen usw. eingeholt werden. Zu diesem Zweck hat das Planungsteam rund um NLG, Dorfmoderatoren und Verwaltung einen Fragebogen entworfen, der sowohl online als auch schriftlich ausgefüllt werden kann. Die Bürger*innen sind aufgerufen, fleißig an dieser Umfrage teilzunehmen und den Fragebogen bis zum 30.11.2021 in den Rathäusern in Hoya oder Bruchhausen-Vilsen, bei den Dorfmoderatoren oder unter mitmachen@mein-dorfleben.de zurückzugeben.

Der Fragebogen ist auf den Homepages der Samtgemeinden Grafschaft Hoya und Bruchhausen-Vilsen, als auch unter www.mein-dorfleben.de eingestellt, liegt aus oder kann online ausgefüllt werden: https://www.umfrageonline.com/s/SoDE_Hoyerhagen_Bruchhausen-Vilsen_Buecken.